13. Spieltag

SV Mettlach - FV Schwalbach 1:4 (1:0)

Das nennt man wohl Heim-Komplex: Fußball-Saarlandligist SV Mettlach hat am Samstag die fünfte Niederlage im siebten Spiel vor heimischer Kulisse hinnehmen müssen. Vor 300 Zuschauern im Mettlacher Stadion am Schwimmbad gab es für das Team von Trainer Christoph Gläsner ein 1:4 gegen den Aufsteiger und bisherigen Tabellenvorletzten FV Schwalbach. Und das war gleich aus drei Gründen extrem bitter für Mettlach. Der erste Grund: Mettlach verpasste durch die Niederlage den Sprung ins Mittelfeld der Tabelle. Bei einem Sieg hätte der Club bis auf Platz zehn vorrücken können. Stattdessen rutschte er von Rang 13 auf Platz 14 ab. Die Blau-Weißen haben jetzt nur noch zwei Punkte mehr als der Tabellenvorletzte SV Hasborn. Der zweite Grund: Mettlach kassierte die Niederlage gegen einen Gegner, der bislang in dieser Runde auf fremden Plätzen noch keinen einzigen Punkt gesammelt hatte. Schwalbach hatte vor dieser Begegnung alle sechs Auswärtsspiele verloren – und das bei einem Torverhältnis von 5:19. Und schließlich noch der dritte Grund: Mettlach war gegen den FV im ersten Durchgang deutlich besser. Zur Pause führte die Gläsner-Elf auch mit 1:0. „Und diese Führung hätte sogar noch deutlich höher sein müssen. Wir haben viele gute Möglichkeiten ausgelassen“, so Mettlachs Sportlicher Leiter Bernd Schwebach. „Wenn wir 2:0 oder 3:0 vorne gelegen hätten, wäre der FV sicher nicht zurückgekommen.“

Für das einzige Tor in Hälfte eins sorgte Julian Scholler bereits nach acht Minuten. Er überwand mit einem Drehschuss den Ex-Mettlacher im Schwalbacher Gehäuse, Marlon Beckinger, zum 1:0. Danach scheiterten Alexander Eckert und Andreas Becker in aussichtsreicher Position an Beckinger, zudem verfehlte ein Kopfball von Scholler knapp das Ziel. „Ab der 35. Minute haben wir dann nachgelassen“, musste Schwebach zugeben. Dies wurde bis zum Pausenpfiff von den Gästen noch nicht bestraft, wohl aber im zweiten Durchgang. In der 50. Minute kam Schwalbach zum Ausgleich – unter Mithilfe von Mettlach. Abwehrspieler Benjamin Kremers wollte nach einem Befreiungsschlag klären. Doch er erwischte den Ball nicht richtig – und die Kugel schlug zum 1:1 im Kasten von SV-Torhüter Damir Becker ein. Dieses Eigentor brachte die Hausherren endgültig aus dem Konzept.

„Von diesem Zeitpunkt an hatten wir überhaupt keinen Zugriff mehr“, stöhnte Schwebach. „Schwalbach hat mehr und mehr die Oberhand gewonnen.“ In der 72. Minute ging der Liganeuling schließlich in Führung. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke spielten sich die Gäste in den Mettlacher Strafraum. Die Kugel kam zu Torjäger Yannick Nonnweiler – und der traf zum 2:1 für die Gäste. Für Nonnweiler war es schon der zwölfte Saisontreffer. Zum Vergleich: Dem gesamten Team des SV Mettlach sind bislang in der aktuellen Spielzeit 14 Treffer gelungen. In der Schlussphase legte Schwalbach nach Kontern dann noch zwei weitere Treffer nach: Felix Martin gelang in der 84. Minute das 3:1, der eingewechselte Luca Vella traf in der Nachspielzeit zum 4:1.

Für Mettlach steht bereits am morgigen Mittwoch das nächste Spiel an. Um 19 Uhr empfängt der  SV in der zweiten Hauptrunde des Saarlandpokals den Ligakonkurrenten TuS Herrensohr. In der Liga steht das nächste Spiel für Mettlach am Sonntag an. Dann spielen die Blau-Weißen um 15 Uhr beim Tabellen-Schlusslicht FC Homburg II.

(Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 17.10.2017)