19. Spieltag

SV Mettlach - SF Köllerbach 1:1
Ein Mann brachte den SV Mettlach am Mittwoch bei trübem Wetter und Nieselregen fast zum Verzweifeln: Mehrfach hatten die Spieler des SV in der Nachholpartie gegen die SF Köllerbach (1:1) die Chance zum Sieg-Treffer, doch immer wieder bekam Gäste-Schlussmann Sascha Segarra-Gil eine Hand oder einen Fuß dazwischen. „Der beste Mann auf dem Feld stand heute bei Köllerbach im Tor. Er hat uns um den verdienten Lohn für eine gute Leistung gebracht“, meinte Mettlachs Trainer Christoph Gläsner nach dem Schlusspfiff.
Schon nach vier Minuten konnte sich Segarra-Gil das erste Mal auszeichnen, als er einen Schuss von
Fabian Theobald aus spitzem Winkel mit der Fußspitze abwehrte. Das setzte sich dann in den folgenden
86 Minuten nahtlos fort: Erst parierte er einen Kopfball von Theobald, dann einen 16-Meter-Schuss von
Theobald, einen Abschluss von Patrick Abrusnikow aus kurzer Distanz und schließlich einen Schuss von Felix Klemmer. Zudem hatte noch Mettlachs bester Torschütze Julian Scholler (sieben Saisontreffer) Pech. Dem
29-jährigen Stürmer gelang es zwei Mal, Segarra-Gil zu überlupfen, doch einmal ging der Ball danach
knapp über die Latte, einmal strich die Kugel knapp am Pfosten vorbei. Dass Mettlach am Ende nicht
ganz mit leeren Händen dastand, lag daran, dass es zumindest Alexander Riga gelang, den Köllerbacher
Schlussmann zu bezwingen: In der 37. Minute spitzelte er den Ball nach einer Hereingabe von Theobald in der Mitte zum 1:1 am Sportfreunde-Torhüter vorbei. Riga selbst hatte zuvor den Angriff mit einem Pass auf
Theobald eingeleitet.
„Das war ein toller Spielzug“, freute sich Gläsner. Köllerbach war sechs Minuten zuvor durch den vierten Saisontreffer seines lange verletzten Torjägers Valentin Solovej in Führung gegangen. Der 29-Jährige wurde mit dem Rücken zum Tor stehend an der Strafraumgrenze angespielt. Solovej drehte sich und nagelte die Kugel unhaltbar zum 0:1 unter die Latte. Mettlachs Torhüter Damir Becker war chancenlos. Kurz vor Schluss konnte sich aber auch der 21-Jährige auszeichnen: Mit einer guten Parade gegen Solovej verhinderte er das 1:2. Mettlach bleibt nach dem Punkt gegen Köllerbach in der Tabelle weiter auf Platz 14 – mit einem hauchdünnen Vorsprung von drei Zählern auf die Abstiegsplätze. Im letzten Spiel des Jahres ist der SV an diesem Sonntag um 15 Uhr beim zu Hause noch ungeschlagenen Tabellendritten TuS
Herrensohr zu Gast. „Das wird brutal schwer, dort zu bestehen, aber wir wollen Revanche für die beiden bitteren Niederlagen gegen diesen Gegner in der aktuellen Saison“, sagt Gläsner. Das Liga-Hinspiel am 13. August gegen den von Bernd Eichmann trainierten TuS verlor Mettlach durch einen fragwürdigen Handelfmeter knapp mit 1:2. Zwei Monate später flogen die Blau-Weißen gegen Herrensohr in der fünften Runde aus dem Saarlandpokal. Trotz einer 2:0-Führung zog Mettlach mit 3:5 den Kürzeren.
(Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 01.12.2017)