6. Spieltag

SV Mettlach - SV Auersmacher 2:4 (2:1)
Das Fußball-Magazin „11Freunde“ berichtete vor kurzem über einen Statistiker, der herausgefunden haben will, dass es in diesem Sport kaum Tore nach Eckbällen gibt. 115 199 Eckbälle wurden dafür analysiert, mit dem Ergebnis, dass nur 1,27 Prozent dieser Ecken zu einem Torerfolg führten. Die alte Fußballer-Weisheit „Drei Ecken sind ein Elfer“ hätte nach dieser Studie also keine Gültigkeit mehr. Im Fußball-Saarlandliga-Spiel des SV Mettlach gegen den SV Auersmacher am Sonntag war dies anders. „Die Ecken des Gegners haben uns das Genick gebrochen“, musste Mettlachs Trainer Christoph Gläsner nach der 2:4-Niederlage seines Teams zugeben. Denn drei seiner vier Tore schoss Auersmacher nach solchen Standardsituationen. „Da waren wir nicht wach genug. Und somit haben wir uns um einen möglichen Punktgewinn gebracht, der für uns verdient gewesen wäre“, so Gläsner kopfschüttelnd.
Dabei hatte es im Mettlacher Stadion am Schwimmbad Mitte der ersten Hälfte so ausgesehen, als sei für die Gastgeber weit mehr als nur ein Punkt drin. Denn da führten die Blau-Weißen mit 2:0. Den Führungstreffer für den SVM markierte Fabian Theobald in der 19. Minute. Er wurde von Julian Scholler auf die Reise geschickt, umkurvte SVA-Torwart Florian Schworm und beförderte die Kugel anschließend im Fallen und aus spitzem Winkel zum 1:0 ins Netz. Und es kam noch besser für die Westsaarländer. Nur sieben Minuten später erhöhte Scholler auf 2:0. Der zweite Saisontreffer des Angreifers war dabei mehr als sehenswert. Simon Engeldinger spielte einen langen Ball in den Strafraum. Dort nahm Scholler den Ball mit der Brust an und beförderte ihn anschließend volley zum 2:0 hinter die Linie. Alles schien für Mettlach nach Plan zu laufen, doch dann kam die erste von vielen gefährlichen Ecken der Gäste. Nur zwei Minuten nach dem zweiten Mettlacher Treffer beförderte Christoph Fuhr diese vor die Hütte. Phillip Hoffmann verlängerte per Kopf zu dem am langen Pfosten lauernden Fabian Lauer und der nickte zum 1:2-Anschlusstreffer für Auersmacher ein. Lauer zeichnete auch für den 2:2-Ausgleichstreffer fünf Minuten nach der Pause verantwortlich. Wieder traf er per Kopf und wieder nach einer Ecke. Der einzige Unterschied zum 1:2: Dieses Mal brachte Sascha Schumacher den Ball vors Tor und dieses Mal landete die Kugel direkt beim Torschützen und wurde nicht zu ihm verlängert. Sieben Minuten später konnte Mettlach dann nach einer erneuten Gäste-Ecke von Schumacher endlich einmal klären. Doch die Gefahr war damit noch nicht gebannt. Denn das Leder landete anschließend wieder bei Schumacher. Der holte aus und schlenzte das Spielgerät zum 2:3 ins lange Eck. Mettlach wirkte kurz geschockt und dies nutzte der neue Tabellenvierte von der oberen Saar zum vierten Treffer. Melvin Heid kam in Ballbesitz, ließ vier Mettlacher wie Slalomstangen stehen, und schoss zum 2:4-Endstand ein. Das 2:4 gegen Auersmacher war für Mettlach nach dem guten Start mit sieben Punkten aus den ersten drei Begegnungen nun die dritte Niederlage in Folge. In der Tabelle ist der SV dadurch natürlich abgerutscht. Nach dem dritten Spieltag war Mettlach noch Tabellen-Zweiter, nun stehen die Blau-Weißen auf Rang zwölf. Am kommenden Samstag ist die Gläsner-Elf nun um 16.30 Uhr bei der neu gegründeten FSG Ottweiler-Steinbach zu Gast. Spielort ist der Rasenplatz in Steinbach. Die FSG ist mit neun Zählern Tabellen-Achter. Kurios: Alle seine Punkte holte Ottweiler-Steinbach bislang zu Hause.
(Quelle: Saarbrücker zeitung vom 29.08.2017)