Spielbericht

Sonntag, 02.04.2017
Spvgg Quierschied - SV Mettlach 1 1:1 (0:0)

„Wir kommen mit dem einen Punkt definitiv besser zu Rande als Quierschied“, sagte Christoph Gläsner, der Trainer des SV Mettlach nach dem Kellerduell der Fußball-Saarlandliga. Gerade hatte seine Mannschaft bei Schlusslicht Spvgg. Quierschied nach einer fulminanten Schlussphase ein 1:1 erzielt. Dass es kein Sieg wurde, lag auch am Schiedsrichter, doch dazu später mehr.
Über weite Strecken war das Duell am Sonntag vor etwa 350 Zuschauern ausgeglichen. Beide Mannschaften kamen zu Torchancen, beide machten Fehler. Insgesamt hatte Schlusslicht Quierschied mehr Spielanteile, Mettlach aber in der 26. Minute die erste Großchance. Nach einem Zuspiel von Joscha Kautenburger in den Lauf von Andreas Becker verließ Benedikt Schmitt sein Tor. Der Schlussmann warf sich dem Angreifer in den Lauf. Er brachte dabei Becker zu Fall. Schiedsrichter Thomas Knoll entschied auf Elfmeter. Thomas Will schoss – Schmitt bügelte seinen Fehler aber aus und parierte den Strafstoß. In der 58. Minute vergab Quierschieds Yannick Schneider die Riesenchance zur Führung für die Gastgeber. Er ließ Verteidiger Benjamin Kremer aussteigen, verlud Torwart Damir Becker und stand vor frei vor dem Mettlacher Tor. Doch der Ball rutschte ihm über den Fuß – und landete im Tor-Aus. Die Chancen häuften sich. In der 74. Minute setzte sich Mexhid Kadrija gegen zwei Mettlacher durch und sah den durchstartenden Lukas Mittermüller. Dieser schoss gegen die Laufrichtung von Torwart Becker – das 1:0 für den Tabellenletzten. „Wir hatten viele Chancen, um die Punkte zu sichern, haben aber durch eigenes Verschulden ein Gegentor gefangen“, sagte Mittermüller frustriert. Denn Mettlach kam in der 89. Minute zum Ausgleich. Burger spielte von der Grundlinie einen flachen Pass an den zweiten Pfosten. Amon Gadell klärte die Situation nicht sauber und ermöglichte so Andreas Becker das 1:1.
Doch die Partie war noch nicht gelaufen. Schiedsrichter Knoll zeigte fünf Minuten Nachspielzeit an - und da sollten sich die Ereignisse noch mal überschlagen. In der 92. Minute trat Sascha Schaum zu einem Freistoß am Mettlacher Strafraum an. Er setzte den Ball in die Mauer – und Mettlach schaltete blitzschnell um. Alexander Schmitt beförderte das Leder nach vorne zu Andreas Becker. Dieser legte quer auf den heranstürmenden Will, der den Konter mit einem Tor krönte. Doch der Mettlacher Jubel währte nur kurz. Schiedsrichter Knoll erklärte den Treffer nach Rücksprache mit seinem Assistenten an der Außenlinie für ungültig, obwohl dieser von sich aus kein Abseits angezeigt hatte. Das löste wütende Proteste auf Mettlacher Seite aus, die auch nach dem Spiel noch andauerten. In diesem Zuge kassierte Andreas Becker nach Spiel-Ende noch die rote Karte. „Ich bin mir sicher, dass der Linienrichter die Fahne nicht gehoben hat“, ärgert sich Gläsener. „Dass der Schiedsrichter in einer solchen Partie das Zünglein an der Waage spielt, ist für uns natürlich frustrierend. Dennoch haben wir insgesamt ein gutes Spiel gezeigt.“ Selbst Quierschieds Sportlicher Leiter Kai Berrang räumte ein: „Das war ein einwandfreies Tor – kein Abseits.“
Mettlach bleibt durch das Unentschieden mit 22 Zählern Drittletzter der Tabelle, ist aber weiterhin punktgleich mit den davor platzierten Teams der DJK Bildstock und des TuS. Steinbach. Quierschied (14 Punkte) bleibt Schlusslicht. Am kommenden Samstag haben die Mettlacher ab 15.30 Uhr den Tabellenvierten SV Auersmacher zu Gast.
(Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 04.04.2017)