Spielbericht

13.08.2016
SV Elversberg 2 - SV Mettlach 5:0 (2:0)
Christoph Gläsner, Trainer des Fußball-Saarlandligisten SV Mettlach, ist momentan um seinen Job nicht zu beneiden. Am Freitag kassierte er mit seiner Mannschaft zum dritten Mal in Folge fünf Gegentore. Nach dem 0:5 beim FV Eppelborn, dem 1:5 zu Hause gegen den VfB Dillingen gab es dieses Mal vor 100 Zuschauern eine 0:5-Pleite im St. Ingberter Mühlwaldstadion gegen Oberliga-Absteiger SV Elversberg II. „Im Moment ist es nicht einfach“, stöhnt Gläsner. „Momentan läuft es bei uns immer so, dass der Gegner mit seinem ersten Schuss aufs Tor in Führung geht. Danach fehlt uns der Glaube, dass wir das Spiel noch drehen können.“

In St. Ingbert feuerte Samed Karatas in der zwölften Minute den ersten Schuss aufs Mettlacher Gehäuse ab. Seine Bogenlampe schlug zum 1:0 unter der Latte ein. Sieben Minuten später ließ es Karatas wieder klingeln.
Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel war die SVM-Defensive erneut nicht ganz im Bilde, als eine Hereingabe durch den Strafraum segelte und Tim Klein zum 3:0 einköpfte. In der 61. Minute erhöhte Klein aus abseitsverdächtiger Position auf 4:0 für die Gastgeber. Elf Minuten später traf Niclas Judith zum 5:0-Endstand.
Mettlach trat gegen Elversberg II übrigens fast mit einer Not-Elf an. Neben den verletzten Andreas Becker, Christopher Wendel, Benjamin Kremer und Artur Kruser fehlten auch noch Sven Bossmann, Fabian Theobald und Alexander Schmitt (alle Urlaub), sowie Tobias Blum, der aus privaten Gründen verhindert war. Gläsner ließ deshalb alle Spieler 90 Minuten auf dem Feld. Er konnte nicht wechseln.
Nach dem Fehlstart appelliert Gläsner an die Einstellung seines Teams: „Ich erwarte jetzt von jedem meiner Spieler, dass er sich einmal Gedanken macht, wie er sich ins Team einbringt. Ich denke, es gibt bei jedem ein paar Prozent, die momentan nicht vorhanden sind.“

Bereits heute Abend ist Mettlach wieder im Einsatz. Um 19 Uhr spielen die Blau-Weißen in der zweiten Runde des Saarlandpokals beim FC Elm. Obwohl der Gegner drei Klassen tiefer spielt, will Gläsner seine beste Elf ins Rennen schicken. „Wir sind momentan nicht in der Situation, wo wir Experimente machen können. Vielmehr müssen wir uns gegen diesen Gegner jetzt Selbstvertrauen holen“, erklärt der Übungsleiter. Möglich scheint auch, dass in Elm die zuletzt verletzten Stürmer Wendel und Becker wieder im Kader stehen.
Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 17.08.2016