Spielbericht

SV Mettlach 1 – SV Rot-Weiß Hasborn 1 2:0

Der SV Mettlach ist auf dem besten Weg, sich aus der Abstiegszone der Fußball-Saarlandliga zu entfernen. Am Samstag feierten die Blau-Weißen drei Tage nach dem 4:1-Erfolg beim SV Bübingen den zweiten Sieg in Folge. Der SV setzte sich im Heimspiel gegen den SV Hasborn mit 2:0 durch. Gut 350 Zuschauer sahen die Partie, die wegen der Unbespielbarkeit des Platzes im Mettlacher Stadion in Besseringen ausgetragen wurde. Das sind deutlich mehr Besucher als normalerweise zu Mettlacher Heimspielen kommen. „Die höhere Zahl lag aber sicher auch daran, dass unsere zweite Mannschaft in der Bezirksliga direkt danach gegen Besseringen gespielt hat. Trotzdem war es eine tolle Kulisse“, freute sich SV-Trainer Christoph Gläsner. Mettlachs abstiegsbedrohte Reserve verlor in der Bezirksliga gegen den Spitzenreiter durch einen Gegentreffer kurz vor Schluss mit 1:2. Lukasz Marcyniuk traf drei Minuten vor dem Abpfiff.
Besser lief es für das Saarlandliga-Team. Dem gelang gegen Hasborn ein Sieg. Allerdings musste sich der SV lange gedulden, ehe die entscheidenden Treffer fielen. Erst in der 79. Minute ging die Gläsner-Elf in Führung: Kapitän Michael Burger schlug einen Freistoß von der linken Seite scharf vors Tor. Alexander Schmitt ging in der Mitte zum Ball – und danach schlug die Kugel im langen Eck ein. Ob Schmitt überhaupt noch dran war, war schwer zu sagen. „Alex hat mir gesagt, dass er den Ball noch leicht berührt hat“, berichtete Gläsner. Schiedsrichter Roman Honecker trug im offiziellen Spielbericht aber Burger als Torschützen ein.
Unstrittig war dagegen, wer das entscheidende 2:0 zwei Minuten später erzielte. Andreas Becker spielte die Kugel zunächst zu Burger, der den Ball über einen Hasborner Verteidiger hinweg zurück zu Becker lupfte. Der nahm die Kugel volley und donnerte sie zur Entscheidung ins Gäste-Gehäuse. „Das war ein super-tolles Tor“, freute sich Gläsner. „Aufgrund der zweiten Halbzeit war unser Sieg auch verdient.“ In dieser zweiten Hälfte war seine Mannschaft in der Tat das bessere Team. Die Gastgeber hatten bereits vor den beiden Toren einige Chancen gehabt, diese aber nicht genutzt. Ein anderes Bild hatten die Zuschauer vor der Pause gesehen. Da kam zunächst Hasborn besser in die Partie. Doch die Gäste konnten zwei Möglichkeiten zur Führung nicht nutzen.
Trotz des zweiten Sieges in Serie bleibt Mettlach übrigens weiter Drittletzter der Tabelle – allerdings nun nur noch wegen der schlechteren Tordifferenz gegenüber gleich drei Teams. Der TuS Steinbach, die DJK Bildstock und Hasborn haben genau wie Mettlach nun 20 Zähler auf dem Konto. Am Saisonende ist die Tordifferenz nicht ausschlaggebend für die Tabellenplatzierung, dann entscheidet der direkte Vergleich.
„Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen, aber wir sind jetzt auf einem guten Weg“, kommentiert Gläsner die Tabellen-Situation seines Teams. Mindestens vier Mannschaften will Mettlach bis zum Saison-Ende hinter sich lassen, um den Ligaverbleib ganz sicher aus eigener Kraft zu schaffen – und nicht von der Situation in den höheren Ligen abhängig zu sein.
Am kommenden Wochenende hat Mettlach spielfrei. „Nachdem wir jetzt so gut drauf waren, passt mir das natürlich nicht so wirklich“, sagt Gläsner. Am 25. März empfängt der SV dann zum zweiten Heimspiel in Folge das Tabellenschlusslicht FV Siersburg. Und dann soll mit dem dritten Sieg in Folge auch ein Sprung in der Tabelle gemacht werden.
(Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 14.03.2017)